"Wir sind nach Tampa geflogen und dann mit dem Leihwagen gleich nach St. Petersburg Beach weitergefahren. Wir hatten einen großen Van, von dem unsere beiden Kids total begeistert waren. Natürlich waren wir viel am Strand, aber..." Heinz S. aus Mainz weiter
Lake Okeechobee
Fischfang, Bootsfahrten und Wanderwege
Lake Okeechobee C. Stracener
Manchmal als Floridas Binnenmeer bezeichnet, verfügt der Lake Okeechobee über eine zentrale Stellung in einer Region Floridas, die historisch gesehen für ihre Landwirtschaft bekannt ist, in jüngerer Zeit aber auch mit Fischfang, Bootsfahrten und Wanderwegen in Verbindung gebracht wird. Der zweitgrößte Süßwassersee innerhalb der U.S.-Grenzen ist vom 1928 angelegten Herbert-Hoover-Deich umgeben. Um den Deich herum ermöglicht der fruchtbare Boden eine lukrative Zuckerrohr-Industrie. Die Straßen im flachen Umland führen vorbei an den flatternden Wedel der süßen Pflanzen und durch Städte, die dadurch florieren. Auf jeder Seite führen Wasserstraßen in den “Big O”, wie der See auch genannt wird und machen ihn so zu einem Teil einer rund 245 km langen Passage durch die Mitte des Staates, bekannt als der Okeechobee Waterway.
Clewiston, am südlichen Ufer des knapp 2.000 km2 großen Sees, hat Urlaubern das meiste zu bieten, besonders denen, die den legendären “largemouth bass” und den “spreckled perch” (zwei Barscharten) fangen wollen. Angelführer und Freizeitresorts helfen dieses Ziel zu erreichen. “Blue gills”, Okeechobee Wels und “black crappies” sind weitere hiesige Fischarten.
In Clewiston, auch bekannt als “Amerikas süßeste Stadt”, können Sie eine geführte Sugarland Express Tour zu einer hiesigen Zuckerrohrfarm- und Mühle (man bekommt sogar ein Stück Zuckerrohr zu kauen) machen, oder sie stechen zu einer dreistündigen Bootstour in See, auf der die Geschichte des Sees erklärt wird. Noch mehr zu lernen gibt es im Clewiston Museum und im alten Polizeirevier und Gefängnis. Die Stadt veranstaltet alljährlich im April ein Sugar Festival und beherbergt Gäste im historischen, etwa 1938 erbauten Clewiston Inn, einem phantastischen Ort für ein hausgemachtes Festessen im Stil des alten Südens. Machen Sie einen Stopp in der "Everglades Lounge", nehmen Sie einen kalten Drink und werfen währenddessen einen Blick auf ein berühmtes Wandgemälde mit Tiermotiven. Clewistons spanisch-stämmige Bevölkerung bietet viele gute Taquerias, wo authentische mexikanische Spezialitäten serviert werden.
Von Clewiston aus hat man Zugang zum 177 km langen Lake Okeechobee Scenic Trail (LOST), der den Big O auf seiner 107 m hohen Deichkrone umkreist und von wo man einen ausgezeichneten Blick auf den See und
Billie Swamp Safari Donna McLaughlin
seine vielfältige Vogelwelt hat. Als Teil des staatsweiten Florida National Scenic Trail wurde dieser Naturpfad für Radler und Wanderer geschaffen und Campingplätze und Hotels in Pahokee, Belle Glade, Moore Haven und anderen Städtchen in Seenähe bieten allerlei nette Unterkünfte. Im November findet die jährliche Big-O-Wanderung statt. Teilnehmer berichten davon, Manatees, Alligatoren, wilde Truthähne, Luchse, Rehe, Wildschweine, Ibise, Fischadler, Milane und viele andere Tiere gesehen zu haben. Die Naturschutzorganisation National Audubon Society Wildlife Sanctuary schützt das Habitat, das mit dem Everglades Marschlandsystem und seinen Bewohnern verbunden ist. Auf speziell markierten Straßen können Autofahrer zum Deich hinauffahren und einen Blick auf den See werfen.
Die Seminole-Indianer gaben dem See in ihrem Dialekt den Namen „Grosses Wasser“. Sie waren in früheren Zeiten in ihrer Ernährung vom See abhängig. Das Big Cypress Seminole Reservat liegt nicht allzu weit entfernt von ihrem Großen Wasser. Im anschaulich ausgestatteten Ah-Tah-Thi-Ki Museum können Besucher mehr über die einheimische Historie und Kultur der Seminolen erfahren. Nehmen Sie einen Imbiss im Swamp Water Café oder machen Sie eine Airboat-Tour mit Billie Swamp Safari zu einem Indianercamp.
Westlich von Clewiston, am Caloosahatchee River, der den westlichen Teil des Okeechobee Waterways umfaßt, liegt LaBelle, ein ländliches, von Zitrusfeldern umgebenes Städtchen mit einem historischen Rathaus, einem Buchladen und einem Honigstand mit Probiermöglichkeit. Jeden Februar bekommt man einen guten Eindruck vom Temperament des Old-Florida beim Swamp Cabbage Festival entlang des Flusses. Swamp Cabbage war ein Nahrungsmittel der frühen Siedler, das von den Knospen der Krautpalme, Floridas Staatsbaum, stammt. Der in der Nähe befindliche Ortono Lock & Dam bietet Erholungssuchenden Möglichkeiten zum Picknicken, Zelten, Angeln und Boot fahren.
Auch vom nördlichen Ende des Sees hat man Zugang zum Lake Okeechobee Scenic Trail, nämlich in Okeechobee. In diesem ungezwungenen Städtchen kann man auf einem Campingplatz am Kissimmee Fluss, der in den Okeechobee Lake mündet, übernachten und vom Hafen aus eine Pontonboot- oder Airboat-Tour unternehmen. Im März feiert Okeechobee sein Fischfang- und Landwirtschaftserbe mit dem jährlichen Speckled Perch Festival und dem Okeechobee Cattlemen’s Rodeo.
Die Einwohner der Lake Okeechobee Region halten ihr Landwirtschaftserbe intakt — geboten werden weite Ausblicke auf Zuckerrohr- und Zitrusfrüchte — und man heißt die Besucherinnen und Besucher zu allen Festivitäten herzlich willkommen.